Überschrift ISER
Rechenmaschine SaxoniaISER

Gehäuse Saxonia Die Rechenmaschine SAXONIA beherrscht alle vier Grundrechenarten. Gebaut wurde sie um 1901 von der Firma Schuhmann & Co in Glashütte. Die Anzahl der Stellen im Einstellwerk beträgt 8, im Übertragungswerk 9 und im Resultatwerk 16. Angetrieben wird sie mit einer Handkurbel.

Sie arbeitet nach dem von Leibniz erfundenen Prinzip der Staffelwalze: Dies ist ein walzenförmiges Zahnrad, dessen Zähne rings um den Umfang in unterschiedlicher Länge gestaffelt angeordnet sind. Mit diesen Zähnen wird ein Übertragungszahnrad angetrieben, das sich auf seiner zur Staffelwalze parallelen Achse hin- und her bewegen läßt. Je nach seiner Position auf der Achse kommt das Übertragungszahnrad mit einer unterschiedlichen Anzahl von Zähnen der Staffelwalze in Eingriff, wenn sich diese einmal um ihre Achse dreht. Dementsprechend wird es auch um eine unterschiedliche Anzahl von Zähnen weiter gedreht, wobei natürlich der Anzahl der Zähne der entsprechende Zahlenwert zugeordnet ist.

Die SAXONIA wurde nach dem Vorbild des Arithmomètre gebaut, deren Nachbauten - ab 1878 zuerst von Arthur Burkhardt in Glashütte - den Grundstein für die deutsche Rechenmaschinen-Industrie legten.